Die Kampagne "Gemeinschaft statt
Ausgrenzung" hat sich die Ziele gesetzt:
- Zivilcourage entwickeln und
fördern
- Begegnung fördern (mit dem
Fremden, Neuem, anderen Kulturen)
- Johanniter als Multiplikatoren
sensibilisieren
- Gewaltprävention
- Aufklärung
Seit 1. Dezember 2008 berät und
betreut Herr Ferdinand
Kriesche die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. bei
der Umsetzung
der Kampagne "Gemeinschaft statt Ausgrenzung". Herr Kriesche
kennt
die bereits erfolgreich durchgeführten und reproduzierbaren Projekte,
gibt Anstöße für neue Aktionen und unterstützt so die Verbände bei der
Durchführung von Projekten, auch bei der weiterführenden
Betreuung, z. B. der Projektnachbereitung.
Im Rahmen der Kampagne wurden
bereits die folgenden Projekte durchgeführt:
„Propaganda und Wirklichkeit“ in
der KZ-Gedenkstätte Dachau
Im
Juli 2009 besuchten die Jugendlichen aus dem Jugendtreff Hohenkammer
die KZ-Gedenkstätte Dachau. Dabei wurden sie von einem Referenten der
Gedenkstätte begleitet, der im Anschluss an eine Führung mit den
Teilnehmern die Propaganda der Nationalsozialisten über die
Konzentrationslager bearbeitete. Dazu nahmen sie unter anderem Fotos in
Augenschein, die z.B. Fußball spielende Häftlinge darstellten und
insgesamt das Bild einer „ordentlichen Haftanstalt“ vermitteln sollten.
Den
Abschluss der Veranstaltung bildete ein Film in dem Zeitzeugen von den
realen Vorgängen in den Konzentrationslagern berichteten.
Mit Recht gegen Rechts
Im ersten Quartal 2009 führte die
Johanniter-Jugend Kempten ein ausführliches Projekt, das sich mit den
verschiedensten Facetten des Nationalsozialismus beschäftigte, durch.
In Zusammenarbeit mit engagierten Mitgliedern der Gemeinde informierten
sie sich unter anderem über die Geschichte des Judentums, den Aufbau
des Nationalsozialismus als Ersatzreligion und den Widerstand gegen das
NS-Regime durch Klaus Bonhoeffer. Ein Polizist referierte über moderne
Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und nach dem Eindruck des
Films „Die Welle“ diskutierten die Jugendlichen zwischen 14 und 18
Jahre über das Zustandekommen und die Auswirkungen von extremistischen
Grundhaltungen. >
Den Abschluss dieses vielfältigen Projekts
bildete ein 3tägiger
Ausflug nach Nürnberg, in dessen Rahmen die Jugendlichen das
Dokumentationszentrum auf dem Reichsparteitagsgelände, den Turm der
Sinne und die mittelalterlichen Lochgefängnisse der Stadt Nürnberg
besuchten. Auf dem Weg Rückweg besuchten die Jugendlichen obendrein die
KZ-Gedenkstätte in Dachau. Dort konnten sie die Berichte eines
Zeitzeugen mit den eindrucksvollen Bildern der Gedenkstätte vergleichen.
Eine genaue Aufarbeitung des Projekts mit
Tipps und Hinweisen zu den Gruppenstunden und wichtigen Adressen kann hier heruntergeladen
werden.
Fortbildung "Faustlos"
- Soziales Lernen als Prävention
"Faustlos"
ist ein für Kindergärten und Grundschulen entwickeltes Curriculum zur
Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen. Je früher Kinder soziales
Verhalten und ein verantwortliches Miteinander lernen, desto besser
entwickelt sich ihre Fähigkeit zur konstruktiven Auseinandersetzung mit
Konfliktsituationen. "Faustlos" stärkt die soziale Kompetenz und das
Selbstwertgefühl durch Empathieförderung, Impulskontrolle und Umgang
mit Ärger und Wut.
Gewaltprävention durch das
"Selbstbehauptungstraining"
Im
Juli 2008 absolvierten Schülerinnen und Schüler der
Johanniter-Ganztagsbetreuung in Neutraubling einen Intensivkurs in
Selbstbehauptung. Dieser Kurs vermittelt den Teilnehmern nicht nur
Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Stärken, sondern zeigt
ihnen auch, wie sie Konfliktsituationen rechtzeitig erkennen und
gewaltfrei lösen können. Potenzielle Opfer werden befähigt,
sich
effektiv zu verteidigen und potenzielle Täter, ihre Gefühle auf eine
andere Art und Weise als durch körperliche Aggressionen
auszudrücken.
Der Kurs war sehr erfolgreich und wird im 2. Quartal 2009 wieder für
Jugendliche der Tagesbetreuung angeboten.
Gewaltprävention durch "Gestaltung,
kreativer Ausdruck, authentisches Sein"
Im
Sommer 2008 nahmen Schülerinnen und Schüler der
Ganztagsbetreuungen Neutraubling und Wenzenbach an jeweils einem
Theaterworkshop teil. Ziel dabei war nicht nur die Förderung der
Kreativität, sondern vor allem auch die Wahrnehmung der eigenen
Potenziale und Kräfte. Die Choreographien, Tänze, Gesänge und
schauspielerischen Szenen entstanden aus den Erlebnissen und Ideen der
Teilnehmer. Die Schülerinnen und Schüler konnten dadurch
erfahren,
dass sie sehr viel können und wert sind, unabhängig von guten oder
schlechten Leistungen und unabhängig von den Bewertungen anderer. Aus
diesem Bewusstsein heraus entsteht Respekt und Achtung, nicht nur vor
sich selbst, sondern auch vor anderen.
Zivilcourage und "Faszination und
Gewalt"
Die Jugendlichen
der Johanniter-Jugend aus München und Würzburg beschäftigten sich im
November 2007 erneut mit dem Nationalsozialismus. In einem
Wochenendseminar der Jugendbildungsstätte in Nürnberg lernten die
Jugendlichen, sich aktiv für Toleranz, Demokratie und Zivilcourage
einzusetzen und demokratisches Handeln in ihr Leben
zu integrieren.
Im
Anschluss an das Seminar besuchten die Jugendlichen die Ausstellung
"Faszination und Gewalt" im
Dokumentationszentrum auf
dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, um das soeben
Erlernte
mit vergangenen Erlebnissen in Kontext zu stellen.
Propaganda und Wirklichkeit
Unter diesem Motto besuchten
im September 2006 Mitglieder der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. die
KZ-Gedenkstätte Dachau. Angeleitet von dem Personal
der Gedenkstätte besichtigten die Teilnehmer das ehemalige
Konzentrationslager und bearbeiteten in einem Seminar die Hintergründe
dieser Einrichtung.
Auseinandersetzung mit dem
Nationalsozialismus
Im Mai 2006
besuchten Teilnehmer der Johanniter-Jugend aus München und Würzburg die
KZ-Gedenkstätte in Dachau. Die Jugendlichen bereiteten sich unter
Anleitung des Fachpersonals der Jugendherberge Dachau auf den
Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers vor. Bei der Führung durch
die KZ-Gedenkstätte ließen die Jugendlichen die eindrucksvolle
Atmosphäre auf sich wirken und erarbeiteten später in Kleingruppen
verschiedene Schwerpunkte der Gedenkstätte.
Fortbildung Jugendpädagogik
Im Oktober 2005 nahmen
pädagogische Fachkräfte aus den Kindertagesstätten der
Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. in Schwabach an einer Fortbildung in
Jungenpädagogik teil.
Die Entwicklung und das Erleben von Jungen und
Mädchen weichen stark voneinander ab. Die Teilnehmer lernten anhand
neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse über die biologische
Entwicklung von Jungen Auswirkungen auf das Verhalten,
die Ressourcen und Probleme der Jungen kennen, um bei der
Ausübung ihrer täglichen pädagogischen Tätigkeit den
Jungen
richtig zu begegnen und ihnen Alternativen zu Gewalt und Aggression zu
geben. Es wurden Ideen und Methoden für eine jungenpädagogische Arbeit
und der Umgang mit Bewegung und Aggression erarbeitet.
Hier finden Sie mehr zur Kampagne Gemeinschaft
statt Ausgrenzung.
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